Mein Weg (Teil 1): Vorgeschichte

Bevor ich mit meinem Weg zur "finanziellen Freiheit" begann, musste ich mir erst darüber im Klaren werden, was dieser Begriff für mich bedeutet. Denn vorher wollte ich, in Bezug auf Geld, vor allem immer nur eins: Niemals Schulden machen, sondern "Reich" werden...


Mein Weg zur finanziellen Freiheit

Das Thema "Geld" hat mich schon immer interessiert. Mir ging es aber nie um irgendwelches "(Hintergrund-)Wissen" darüber, z.B. "Woher kommt es?" oder "Wie funktioniert es?". Früher wollte ich, in Bezug auf Geld, vor allem immer nur eins: Niemals Schulden machen, sondern "Reich" werden. Spätestens bis zur Rente. Eine persönliche Definition dieses "reich sein" nahm ich dabei nie vor. In meinem Kopf gab es dazu nur Bilder von "Luxus". Zum Glück hat sich das heute geändert.


"Wenn du dir etwas leisten möchtest, dann spare solange, bis du es dir leisten kannst."

Ein großer Vorteil für mich war, dass ich eine "positive" Einstellung zu Geld und zum Umgang damit aus meinem Elternhaus erhalten habe. Ich war stets darauf bedacht, niemals Schulden zu machen. In meinem Kopf galt das Prinzip: "Wenn du dir etwas leisten möchtest, dann spare solange, bis du es dir leisten kannst." Aus diesem Grund war ich auch sehr sparsam. Und dieses Prinzip gilt für mich grundsätzlich bis heute... "Mache keine Schulden!" Nur ein einziges Mal in meinem Leben stand eines meiner Konten im Minus, mit -4,90€. Obwohl dies damals ein Fehler der Bank war, ärgerte es mich dennoch ein bisschen.


Bei meinem bisherigen beruflichen Werdegang zählte ich niemals zu den "Großverdienern"... trotzdem war ich glücklich und konnte mir vieles leisten.



Meine Zeit bei der Bundeswehr (9 Monate)


Bei der Bundeswehr (Grundwehrdienst) erhielt ich mein erstes richtiges Einkommen. Es war toll. Früher hatte ich mir mit "Zeitung austragen" ein kleines Taschengeld dazuverdient. Das waren monatlich knapp 35€. Doch nun erhielt ich Wehrsold. Eine tolle Tatsache war, dass ich als Sachse in Bayern stationiert war. Zwar hatte ich dadurch immer eine lange An- bzw. Abreise, aber auf unserer Stube gab es (durch die unterschiedlichen Dialekte) viel zu lachen. Der große Vorteil war der zusätzliche, monatliche Mobilitätszuschlag. Des Weiteren gab es Verpflegungsgeld und weitere variierende Zuschläge. Im Schnitt erhielt ich so ca. 500€ im Monat. Für mich waren das tolle Einnahmen. Vor allem da ich nur wenige Ausgaben hatte. Somit war es mir möglich den Großteil meiner Einnahmen zu sparen.


Fazit:

- Einnahmen: ca. 500€

- Ausgaben: ca. 150€

--> Sparbetrag: ca. 350€ pro Monat



Meine Ausbildungszeit (3 Jahre)


Im Anschluss an meine Zeit bei der Bundeswehr folgte eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker. Es war die Zeit meiner ersten eigenen Wohnung. Nun war ich über meine Sparsamkeit bei der Bundeswehr sehr froh. Ich hatte in den neun Monaten Grundwehrdienst knapp 3.000€ gespart und konnte mir somit ohne Schulden meine neue Wohnung einrichten. Ich weiß es noch ganz genau. Es waren 44m² und die Dusche war mit in der Küche. Für meine Wohnung zahlte ich zu Beginn 270€ (warm). Durch Sparsamkeit bei den Heizkosten konnte ich die Miete im Laufe der Jahre auf 230€ (warm) senken.


Obwohl die Ausbildung bei Siemens durchgeführt wurde, hatte ich einen Ausbildungsvertrag mit ARIMES (Ausbildungsring der Metall- u. Elektroindustrie).

Das bedeutete letztendlich, dass ich die gleiche Ausbildung absolvierte wie die Azubis, welche ihren Ausbildungsvertrag bei Siemens hatten. Allerdings erhielten diese eine höhere Ausbildungsvergütung. Ungerecht? Vielleicht. Für mich aber keine Problem. Denn die Ausbildung hat mir viel Spaß gemacht und ich konnte damals viel lernen. Nicht nur von den Ausbildern, sondern auch in der Freizeit von meinen "Mit-Azubis", was das Thema "Spaß im Leben" angeht.


Wenn jemand mehr Vermögen aufbauen möchte, dann benötigt er einen richtigen Überblick über seine Finanzen.

Zu Beginn der Ausbildung erhielt ich monatlich 280€. Am Ende lag mein Azubigehalt bei 370€. Dazu kamen 154€ Kindergeld pro Monat, welches ich von meinen Eltern erhielt. Zusätzlich unterstützten mich meine Eltern finanziell sehr, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Pro Monat hatte ich somit ca. 550-700€ auf der Einnahmenseite.

Allerdings vergrößerte sich meine Ausgabenseite (im Vergleich zur Bundeswehr) deutlich, da ich nun meine erste eigene Wohnung (u.a. Mietzahlungen) hatte. Dazu kamen Versicherungen, Telefon, Benzin, Lebensmittel, Fitnessstudiobeitrag, Kino,....


Das war die Zeit, wo ich ein überaus wichtiges Hilfsmittel in Bezug auf das Thema "Geld" anwendete. Das Haushaltsbuch. Wenn jemand mehr Vermögen aufbauen möchte, dann benötigt er einen richtigen Überblick über seine Finanzen.


Für mich war es ein wichtiges Hilfsmittel um zu sehen, dass meine Einnahmen immer höher waren, wie meine Ausgaben. Dieses Ziel versuchte ich immer zu erreichen.

Die ersten Monate während meiner Ausbildung funktionierte dies recht gut. Doch dann geschah etwas Unerwartetes. Ich lernte ein tolles Mädchen kennen. Dennoch schaffte ich es weiterhin meine Ausgaben im "Zaum" zu behalten. Der Beziehung hat dies nicht geschadet. Seit über 17 Jahren sind wir nun schon zusammen und seit einigen Jahren verheiratet, was sich steuerlich auch günstig auf den Freibetrag auswirkt ;-)

Fazit:

- Einnahmen: ca. 650€

- Ausgaben: ca. 550-600€

--> Sparbetrag: ca. 50-100€ pro Monat



Mein erster Beruf (7 Monate)


Direkt einen Tag nach Abschluss meiner Ausbildung startete ich ins "richtige" Berufsleben. Mein Einstiegsgehalt lag bei 1.560€ (brutto). Das waren 1.040€ netto. Somit hatte ich auf einen Schlag ca. 50% mehr Einnahmen als noch während der Ausbildung. Das war toll. Nun ist es leider so, dass bei vielen Menschen mit steigenden Einnahmen plötzlich auch die Ausgaben zunehmen. Zum Glück war dies bei mir nur in geringen Maßen der Fall. Durch mein Haushaltbuch behielt ich den Überblick über meine Finanzen. Somit konnte ich meine Sparrate deutlich erhöhen.


Allerdings merkte ich nach den ersten Monaten, dass sich in meinem Leben etwas nicht richtig anfühlte. Obwohl ich eine tolle Freundin hatte und es mir finanziell gut ging, passte etwas nicht. Letztendlich lag es am Beruf. Es war nicht die Firma. Mir wurde plötzlich klar, dass ich diesen Beruf nicht mein ganzes Leben lang machen möchte.

Nur was wollte ich gerne machen?


Fazit:

- Einnahmen: 1.040€

- Ausgaben: ca. 700€

--> Sparbetrag: ca. 350€ pro Monat



Neue Ausrichtung


Während meiner Ausbildungszeit bei Siemens begann ich in einem Fitnessstudio zu trainieren. Das machte mir unglaublich viel Spaß. Nun merkte ich plötzlich, dass ich mich gar nicht mehr für die Themen "Computer" und "Technik" interessierte. Ich las Fitnesszeitschriften und gab mein Geld für viele Bücher zum Thema Fitnesstraining aus. Des Weiteren trainierte ich ca. 4-5x pro Woche im Fitnessstudio. Da wurde mir plötzlich klar, dass ich gerne etwas in diese Richtung machen möchte. Etwas das mir Spaß macht.

Somit informierte ich mich, welche Möglichkeiten ich nun hätte.


Um es kurz zu machen:

Mein Sinneswandel kam im Frühjahr 2006. Im Internet fand ich heraus, dass es an einer Hochschule ab Sommer 2006 einen neuen, dualen Studiengang geben soll: "Bachelor of Arts in Fitnesstraining".

Dieser Studiengang sollte in Leipzig stattfinden, mein damaliger Wohnort. Nun hatte ich das Gefühl, es kommt alles zufälligerweise so zusammen, wie ich es gerade benötige. Darüber war ich sehr froh. Heute sage ich eher dazu, dass das "Universum" alles in die (für mich) richtigen Bahnen gelenkt hat.


Meine Freundin und ihre Eltern fanden meine Idee eines Studiums super und unterstützten mich in der Art: "Wenn du wirklich noch etwas studieren möchtest, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Später wirst du es bestimmt nicht machen." oder "Du liest doch eh die ganze Zeit Literatur über das Thema. Dann kannst du es auch studieren."

Meine Eltern waren von meiner Idee zuerst nicht begeistert. Auch nach einem klärenden Gespräch waren Zweifel da, aber auch sie unterstützten mich in meinem Vorhaben. Letztendlich kündigte ich meine Arbeitsstelle und meldete mich für das Studium an.


Diesen Schritt zu tun, habe ich bis heute nie bereut.



Duales Studium (3 Jahre)


Das große Problem an meinem Vorhaben waren die Finanzen. Ich erhielt kein BAföG oder sonstige Unterstützung vom Arbeitsamt. Es handelte sich zwar um einen dualen Studiengang, aber in der Anfangszeit übernahm der dazugehörige Ausbildungsbetrieb "nur" die Studiengebühren. Zum Glück konnte ich mit meinem Chef eine Vereinbarung treffen. Neben meinem Studium und der Ausbildung in dem Fitnessstudio arbeitete ich noch ein paar Stunden extra und durfte später auch meine ersten Kurse anleiten. Dafür erhielt ich eine kleine Vergütung.


Trotz dieser Vergütung konnte ich das Studium nur durch zwei Faktoren schaffen. Zum einen besonders durch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern. Ohne diese wäre das Studium nicht möglich gewesen. Der andere Punkt war Sparsamkeit. Ich schränkte meine Ausgaben ein und zog, mitten im Studium, mit meiner Freundin zusammen. Somit verbrachte ich nun mehr Zeit mit der Frau, welche ich liebte und sparte zudem noch an der Miete (und den Nebenkosten), welche wir uns nun teilten. Natürlich kostete der Umzug an sich auch etwas. Dazu kamen einige neue Möbel.


Trotzdem verfügte ich nach dem Umzug über eine Sparsumme von 3.500€.


Fazit:

- Einnahmen: ca. 650€

- Ausgaben: ca. 600€

--> Sparbetrag: ca. 50€ pro Monat



Mein zweiter Beruf (8,5 Jahre)


Einige Wochen vor meinem Studienabschluss hatte ich ein sehr erfreuliches Gespräch mit meinem Chef. Ihm sagte meine Arbeitsweise sehr zu. Daher bot er mir eine Stelle als stellv. Studioleiter an. Da mir die Arbeit und die "Atmosphäre" in dem Fitnessstudio sehr gefielen, sagte ich natürlich zu. Mein Einstiegsgehalt lag bei 1.700€ (brutto). Das waren 1.165€ (netto). Mir war von Anfang an klar, dass ich als Angestellter in einem Fitnessstudio nicht "das große Geld" verdienen würde. Aber es war eine Tätigkeit, wo ich mir vorstellen konnte, diese mein Leben lang auszuüben. Es machte mir einfach Spaß.


Und es wurde sogar etwas besser. Nach einiger Zeit bekam ich die Möglichkeit, zusätzlich als Ausbilder zu arbeiten. Dadurch erhöhten sich meine monatlichen Einnahmen auf durchschnittlich ca. 1.250€ (netto).


Durch die größeren Einnahmen war es mir nun wieder möglich, mir etwas mehr "zu leisten", als während des Studiums. Und ich nutzte das "überschüssige" Geld für meine ersten Investitionen, sowohl in mein Vermögen, wie auch in mein Wissen. Dazu aber in anderen Artikel mehr [folgt noch].


Fazit:

- Einnahmen: ca. 1.250€

- Ausgaben: ca. 750€

--> Sparbetrag: ca. 500€ pro Monat



Entscheidende Veränderungen


In meinem Leben lief alles wunderbar. So heiratete ich meine Freundin und etwas später erwarteten wir unser erstes Kind. Für diesen neuen Lebensabschnitt entschieden wir uns in eine größere Wohnung umzuziehen. Damit stiegen natürlich auch die Ausgaben stark an. Zwar stiegen durch das Kindergeld, welches wir nun erhielten, auch unsere Einnahmen, allerdings kostete der Kitaplatz (inkl. Essen) fast genauso viel. Trotzdem war es eine schöne, aber auch anstrengende Zeit.


Weiterhin beschäftigte ich mich mit dem Thema "Geld" und suchte nach Möglichkeiten dieses zu "vermehren". Letztendlich führte mich erst mein dritter Beruf auf meinen aktuellen Weg zur "finanziellen Freiheit".


Darüber möchte ich dir in diesem Artikel berichten [folgt noch].



 

Hinweis zum "Fazit" der einzelnen Absätze:

Bei dem Fazit wurde ein grober Mittelwert für die Einnahmen und Ausgaben angegeben. Es gab natürlich monatliche Schwankungen. So wurden auch größere Ausgaben, welche nur selten anfielen (z.B. Jahresurlaub, Kfz-Durchsicht, ...) nicht berücksichtigt. Das Fazit soll nur einen ersten, kleinen Einblick in meine damalige finanzielle Situation geben.

 


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