Meine 3 großen Probleme bzw. Fehler am Anfang

Zu Beginn meines Weges startete ich voller Zuversicht und war hoch motiviert. Einen Monat später sah dies ganz anders aus...


Kurssturtz, Crash durch Corona


Nachdem ich im Frühjahr 2020 den "Tag der Finanzen"* und anschließend das Seminar "Geld verdienen mit System" (GvmS) besucht hatte, war ich einfach nur begeistert von der Ulrich Müller Wealth Academy und wollte das Gelernte sofort in die Tat umsetzen.


Los ging es gleich mit ... CORONA.



CORONA ... für mich nicht das eigentliche Problem


Nur einige Tage nach dem ich das GvmS-Seminar besucht hatte, begann die Corona-Krise und die Märkte stürtzten rasch in die Tiefe und fielen um bis zu -40%.

Nun könnte man meinen, dass dies für mich als Anfänger des Systems von Ulrich Müller ein sehr großes Problem darstellte. Dem war aber nicht so. Erstaunlicherweise war dies im Kern eigentlich kein Problem, mit welchem ich zu Beginn zu kämpfen hatte. Und wenn, dann nur ein kleineres. Es gab ganz andere "Baustellen".



1. Problem: Luckin Coffee (LKNCY) ... noch alle (Kaffee-)Tassen im Schrank?


Luckin Coffee ging 2019 an die Börse. Für viele war es die asiatische Antwort auf Starbucks (SBUX) und wurde als vielversprechende Konkurrenz angesehen. Der Kurs pendelte zu Beginn über ein halbes Jahr um die 20,00$. Dann kam Schwung in die Aktie und der Kurs stieg innerhalb von nur zwei Monaten bis Mitte Januar 2021 auf über 50,00$. Das sind stolze +150%. Doch was schnell steigt, fällt sehr oft auch wieder schnell. So war es dann auch bei Luckin Coffee. Hinzu kam die Coronakrise. Innerhalb von nur einem Monat fiel der Kurs zurück auf ca. 30,00$. Dadurch dass die Indikatoren des Systems "Ulrich Müller" nun ein Kaufsignal generierten und ich an der Aktie interessiert war, schlug ich zu.


Nur wenige Tage später fiel die Aktie wie ein Stein. Es kamen Betrugsvorwürfe auf. Angeblich wurden Bilanzen gefälscht. Solche Nachrichten mag die Börse gar nicht. Der Kurs fiel innerhalb eines Tages auf ca. 6,00$. Für mich ein Verlust von 80%. Die Gerüchteküche brodelte daraufhin sehr kräftig. Es wurde über einen Ausschluss von der US-Börse NASDQ gesprochen (was letztendlich auch passierte). Zwar versuchte Luckin Coffee die Sache aufzuklären, dennoch fiel der Kurs innerhalb der nächsten Wochen im Tief auf 1,00$. Für mich somit ein Totalverlust. Da mittlerweile auch die Worte "Insolvenz" die Runde machten, kaufte ich keine Aktien nach.


Mittlerweile, genau ein Jahr später, hat sich die Aktie etwas berappeln können und schwankt derzeit um die 8,00$. Die Aktie belasse ich weiterhin in meinem Depot. Vor gut fünf Wochen stand der Kurs auch schon bei 15,00$. Daher bin ich gespannt, ob Luckin Coffee noch einmal auferstehen kann. Für mich war dieser Totalverlust zu Beginn meines "Systemstarts" natürlich ein herber Schlag ins Gesicht, welcher völlig unerwartet kam.


"Es zeigte mir ganz deutlich, wie wichtig es ist, auf die Diversifikation meines Depots zu achten."

Dennoch bin ich froh, diese Erfahrung gleich am Anfang gemacht zu haben. Es zeigte mir ganz deutlich, wie wichtig es ist, auf die Diversifikation (= gestreut in die Aktienmärkte investieren) meines Depots zu achten. Hätte ich hier mein gesamtes Kapital auf eine Karte gesetzt, wäre meine Reise gleich zu Beginn wieder zu Ende gewesen.



2. Problem: EUR/USD ... einmal (aus)wechseln bitte! Oh ein Brexit!


Mein Depot hatte ich bei Interactive Brokers (IB) eröffnet. Hier ist es so, dass der EUR (€) meine Landeswährung ist und ich mein Kapital auch in Euro einzahle. Dies ist mein sogenanntes "EUR-Cash-Konto". Gehandelt wird aber in USD ($), z.B. der Kauf und Verkauf von Aktien. Dies geschieht in US-Dollar auf dem "USD-Cash-Konto". Die beiden Währungen kann man natürlich hin und her tauschen.


Am Anfang hatte ich mit etlichen Aktien Verlust gemacht (siehe weiter unten). Daher stand mein USD-Cash-Konto im Minus. Da die Indikatoren sehr dafür sprachen, tauschte ich einen Teil meines eingezahlten Kapitals in USD um. Damit "schrumpfte" mein EUR-Cash-Konto. Mein USD-Cash-Konto stieg aber.


Zu dieser Zeit stand der Kurs des EUR/USD bei ca. 1,115. Das bedeutete für 1.000€ erhalte ich 1.115$. Einige Tage lief es sehr gut und der EUR/USD fiel sogar Richtung 1,08. Hätte ich jetzt 1.115$ zurückgetauscht, dann hätte ich dafür ca. 1.032€ erhalten. Das wäre unter dem Strich ein Gewinn von 3,2%. Allerdings wäre mein USD-Cash-Konto bei einem Tausch wieder ins Minus geraten und das wollte ich vermeiden. Heute weiß ich mittlerweile, dass dies gar nicht so schlimm gewesen wäre.


Nun passierte aber etwas Unvorhergesehenes. Der Kurs EUR/USD stieg an... und stieg... und stieg... und stieg. Bis Ende 2020 kletterte der Kurs weiter auf 1,23. Das bedeutet, der "Wert" meiner Euros wurde immer geringer. Mit jeder Woche wo der Kurs stieg, verlor ich Kapital (in €). Wenn ich bei diesem Kurs meine USD zurücktauschen wollte, dann hätte ich (bei diesem fiktiven Beispiel) nur noch ca. 906€ erhalten. Also ein Verlust von -9,5%. Natürlich war dieser Verlust unrealisiert, solange ich nicht zurücktausche. Da ich langfristig investiert bin, ging ich vorerst davon aus, dass der Kurs innerhalb der nächsten Monate irgendwann schon wieder fallen wird und ich dann "verlustfrei" zurücktauschen kann.


Dann kam plötzlich die Meldung von Interactive Brokers: "Achtung BREXIT zum Jahresende!" Mein Depot lag bei IBUK und durch den Brexit ergaben sich nun Schwierigkeiten. Deshalb musste ich mit meinem Depot "umziehen" und wählte dafür IBLUX (Luxemburg). Für den Umzug waren verschiedene Abläufe notwendig, welche für mich zu Beginn sehr unverständlich waren. Hier war ich sehr froh, dass ich die Supportmitgliedschaft der Ulrich Müller Wealth Academy besaß. Der Support war super und die Teilnehmer wurden Schritt für Schritt "an die Hand" genommen und durch den Umzug geführt. Auch alle meine Fragen dazu wurden von der Ulrich Müller Wealth Academy beantwortet. Ein (für mich) sehr hilfreicher Kundenservice.


Die Vorbereitungen für den "Umzug" meines Depots waren geschafft, da erhielt ich die Nachricht, dass meine offene Forex-Position (Forex = Devisenmarkt) nicht mit "umziehen" kann und ich diese vorher schließen muss. Es gab keine andere Möglichkeit. Somit musste ich diese Position schließen und damit den bisher unrealisierten Gewinn realisieren. Dadurch machte ich einen Verlust in Höhe von 10% auf mein anfänglich eingezahltes Kapital. Das war sehr bitter für mich.


Anschließend lernte ich auch gleich, wieso man nach einem Trade sich den weiteren Kursverlauf nicht mehr anschauen soll. Nachdem der EUR/USD-Kurs Anfang Januar 2021 noch bei 1,235 stand, fiel er seitdem. Mittlerweile steht er nun bei "nur" noch 1,17.

Da kommen nun die reichsten Familien der Börse ins Spiel "HÄTTE", "WENN" und "ABER".


Erstaunlicherweise konnte ich diesen Verlust emotional schnell beseite schieben und mich auf neue Trades konzentrieren. Ganz nach dem Motto: "Abhaken und weiter geht's!"



3. Problem: Fehlende Praxis, fehlendes Wissen


Dieser Punkt war am Anfang mein größtes Problem und sorgte für den meisten Verlust. Das fehlende Wissen bzw. die nicht vorhandene Praxiserfahrung.


Während des Seminars "Geld verdienen mit System" wurden wir Teilnehmer daraufhingewiesen, das Gelernte in den nächsten Wochen ersteinmal im PaperTrading-Konto (Demokonto) anzuwenden und zu üben. Diesen Punkt Strich ich gedanklich sofort wieder, da ich damit schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Warum? Für mich habe ich bei früheren "Tradingaktionen" gemerkt, dass ich in einem Demokonto ganz anders handele als mit echtem Geld. Es kann ja im Demokonto nichts Schlimmes passieren. Hat man sein ganzes Geld verloren, drückt man auf einen Knopf und hat sofort neues (virtuelles) Geld zum Üben. Aber sobald echtes Geld im Spiel ist, kommen plötzlich die Emotionen (besonders Angst und Gier) zum Vorschein. Da ich von den zwei Seminartagen total begeistert war, wollte ich sofort im Echtgeld-Konto starten, was ich letztendlich auch tat.


Direkt nach dem Seminar versuchte ich das Gelernte umzusetzen. So suchte ich nach passenden Aktien, anhand der vom System vorgegebenen Kriterien. Es fanden sich auch einige und ich verkaufte etliche Puts. Dies war genau in der Zeit, als die Märkte wegen der Coronakrise einbrachen. So wurde ich bei allen Aktien eingebucht. Dies lag allerdings nur an meinem fehlenden Wissen. Es wäre nämlich ohne Probleme möglich gewesen, das Einbuchen in die Aktien zu "verschieben" (durch "Rollen" der Option). Allerdings wusste ich als Anfänger noch nicht, wie das mit dem "Rollen" eigentlich funktionierte. So besaß ich jetzt einige Aktien und der Markt fiel weiter.


Nun wollte ich mit meinen Aktien zusätzliche "Mieteinnahmen" generieren. Genau so, wie ich es auf dem Seminar gelernt hatte. Daher verkaufte ich Call Optionen. Das klappte am Anfang auch sehr gut. Doch plötzlich fingen die Märkte an wieder zu steigen. Mittlerweile hatte ich meine Wissenslücke zum Thema "Rollen von Optionen" geschlossen. Daher war es mir zu Beginn auch möglich, die Call Optionen zu rollen. Doch die Märkte hörten gar nicht mehr auf zu steigen. Irgendwann war auch hier ein "Rollen" nicht mehr möglich. Die Optionen wurden mir zugeteilt, wodurch mir meine Aktien abgenommen wurden. Allerdings lagen die Aktienkurse jetzt noch deutlich unter den Werten, zu welchen ich sie damals bekommen hatte. Auch unter Berücksichtigung der "Mieteinnahmen" war es somit letztendlich ein deutliches Verlustgeschäft.



Fazit


Mein größtes Problem zu Beginn war einfach meine fehlende Praxiserfahrung bzw. das damit verbundene fehlende Wissen. Durch vorheriges Üben im Paper-Trading-Konto wären mir sicherlich etliche Verluste erspart geblieben. Daher rate ich allen Teilnehmern, welche das Seminar "Geld verdienen mit System" der Ulrich Müller Wealth Academy besucht haben, vorher für mindestens vier Wochen im "Demokonto" zu üben. (Um dem aktuellen Thema des #GENDERN gerecht zu werden: Natürlich empfehle ich dies auch allen Teilnehmerinnen ;-). )


Im Zusammenspiel mit den wöchentlich stattfindenden Webinaren und den Tutorialvideos im Suppportbereich steht einem erfolgreichen Start danach nichts mehr im Wege.


Trotz meiner "Startschwierigkeiten" bin ich froh, dass ich im ersten Monat "nur" 13% Verlust gemacht habe, obwohl die Märkte um bis zu 40% abgestürtzt sind. Mittlerweile habe ich von einigen Tradern erfahren, dass manche sogar bis zu 60% Verlust während des Coronacrashs hatten. Bei einigen lag das auch am höheren Hebeleinsatz ("Gier frisst Hirn!").


Zum Glück ist mir dieser Verlust zu Beginn passiert und nicht erst, als mein Depot schon eine ordentliche Größe erreicht hat.



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Mit diesem Seminar begann im Frühjahr 2020 mein Weg zur finanziellen Freiheit. 

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